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Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich
(1) Sofern keine abweichenden Vereinbarungen in schriftlicher Form getroffen wurden, gelten diese Auftragsbedingungen für sämtliche Verträge zwischen der Übersetzerin / Dolmetscherin und ihren Auftraggebern.
(2) Abweichende Regelungen, insbesondere allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers, sind für die Übersetzerin / Dolmetscherin nur dann verbindlich, wenn sie diese ausdrücklich anerkannt hat.

2. Umfang des Übersetzungs- / Dolmetschauftrags
Die Übersetzung / Der Dolmetscheinsatz wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung bzw. Dolmetschleistung.

3. Termine
(1) Bearbeitungsfristen und Liefertermine werden bei Erteilung des Auftrags vereinbart und sind bindend. Die Übersetzerin / Dolmetscherin kommt nicht in Verzug, wenn die Lieferung infolge eines Umstandes unterbleibt, der nicht von ihr zu vertreten ist. Hierzu zählt auch unzureichende Mitwirkung des Auftraggebers.
(2) Bei nachträglicher Änderung der Auftragsspezifikationen sind die Lieferfristen neu zu verhandeln.
(3) Im Falle eines Verzuges räumt der Auftraggeber eine angemessene Nachlieferungsfrist ein. Erst nach dem Verstreichen dieser Frist kann die Leistung abgelehnt werden. Weitergehende Ansprüche, insbesondere Schadensersatzansprüche, sind ausgeschlossen.

4. Vergütung
(1) Das Honorar kann auf der Basis des Zeitaufwands oder der Textmenge bzw. als Festpreis vereinbart werden.
(2) Wurde die Höhe des Honorars nicht vereinbart, so ist eine nach Art und Schwierigkeit angemessene und übliche Vergütung geschuldet. Hierbei gelten mindestens die im Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) aufgeführten Sätze als angemessen und üblich.
(3) Arbeiten, die durch nachträgliche Änderung der Auftragsspezifikationen erforderlich werden, sind in vereinbarten Festpreisen nicht enthalten und werden gesondert abgerechnet.
(4) Neben dem vereinbarten Honorar hat die Übersetzerin / Dolmetscherin Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich angefallenen und mit dem Auftraggeber abgestimmten Aufwendungen.
(5) Die Honorare verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
(6) Bei umfangreichen Aufträgen kann die Übersetzerin / Dolmetscherin einen Vorschuss verlangen sowie Teillieferungen und Teilzahlungen vereinbaren.
(7) In begründeten Fällen kann die Übersetzerin / Dolmetscherin die Übergabe ihrer Arbeit von der vorherigen Zahlung ihres vollen Honorars abhängig machen.
(8) Im Falle einer Stornierung des Auftrags durch den Auftraggeber werden die bereits geleisteten Arbeiten wie vereinbart abgerechnet. Zusätzlich kann die Übersetzerin / Dolmetscherin eine pauschale Stornogebühr in Höhe von 20 % der nicht ausgeführten Arbeiten in Rechnung stellen, sofern der Auftraggeber nicht nachweisen kann, dass der Übersetzerin / Dolmetscherin ein Schaden in entsprechender Höhe nicht entstanden ist. Das Recht zur Geltendmachung eines weitergehenden Schadens bleibt unberührt.
(9) Die Vergütung ist innerhalb von 28 Tagen nach dem Rechnungsdatum fällig. Die Zahlung gilt als erfolgt, wenn der Betrag auf das angegebene Konto gutgeschrieben wurde bzw. der Scheck bei der angegebenen Adresse ausgeliefert wurde. Bei Zahlung per Scheck trägt der Auftraggeber das volle Risiko des Verlustes auf dem Postwege einschließlich der Verzugszinsen.
(10) Mit Bezahlung der Vergütung gilt die erbrachte Leistung als abgenommen.
(11) Ist die Zahlung binnen 28 Tagen nach dem Rechnungsdatum nicht erfolgt, hat die Übersetzerin / Dolmetscherin das Recht, dem Auftraggeber die gesetzlichen Verzugszinsen auf den ausstehenden Betrag in Rechnung zu stellen. Davon unberührt bleibt das Recht der Übersetzerin / Dolmetscherin, länger als 4 Wochen ausstehende Beträge unter Ausschöpfung aller hierzu geeigneten Rechtsmittel beim Auftraggeber auf dessen Kosten anzumahnen und gegebenenfalls auch beitreiben zu lassen.

5. Berufsgeheimnis
(1) Die Übersetzerin / Dolmetscherin verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihr im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden.
(2) Vom Auftraggeber überlassene Informationen und Unterlagen (Ausgangstexte, Referenzmaterialien, Glossare usw.) sowie die erstellten Dokumente werden vertraulich behandelt.
(3) Wenn es zur sach- und termingerechten Ausführung des Auftrags erforderlich ist, darf die Übersetzerin / Dolmetscherin diese Informationen und Unterlagen auch an freie Mitarbeiter weiterleiten. Die freien Mitarbeiter werden von der Übersetzerin / Dolmetscherin auf Geheimhaltung verpflichtet.

6. Mitwirkungs- und Aufklärungspflicht des Auftraggebers
(1) Mit der Anforderung des Angebots teilt der Auftraggeber der Übersetzerin / Dolmetscherin alle erforderlichen Informationen bezüglich der gewünschten Ausführung und Gestaltung sowie über den Verwendungszweck der Übersetzung / des Dolmetscheinsatzes mit. Darunter fallen v. a., aber nicht ausschließlich: Übergabeform, Anzahl der Ausfertigungen, Druckreife, äußere Form der Übersetzung, Anlass, Zweck usw.). Ist die Übersetzung für den Druck bestimmt, legt der Auftraggeber der Übersetzerin rechtzeitig einen Korrekturabzug vor.
(2) Informationen und Unterlagen, die zur Erstellung der Übersetzung bzw. zur Vorbereitung auf den Dolmetscheinsatz notwendig sind, stellt der Auftraggeber der Übersetzerin / Dolmetscherin unaufgefordert und spätestens zu Beginn des vereinbarten Bearbeitungszeitraums zur Verfügung (spezifische Terminologie, Glossare des Auftraggebers, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen, Abkürzungen usw.).
(3) Für Rückfragen der Übersetzerin / Dolmetscherin bezüglich der Ausgangstexte, der Terminologie-Präferenzen und anderer Aspekte der Ausführung benennt der Auftraggeber einen Ansprechpartner, welcher diese Fragen unverzüglich beantwortet.
(4) Fehler, die sich aus der Nichteinhaltung dieser Obliegenheiten ergeben, gehen nicht zu Lasten der Übersetzerin / Dolmetscherin.

7. Mängelbeseitigung
(1) Die Übersetzerin / Dolmetscherin behält sich das Recht auf Mängelbeseitigung vor. Der Auftraggeber hat Anspruch auf Beseitigung von möglichen in der Übersetzung enthaltenen Mängeln durch die Übersetzerin / Dolmetscherin.
(2) Der Anspruch auf Mängelbeseitigung ist vom Auftraggeber innerhalb von 4 Wochen nach Ablieferung der erstellten Dokumente unter genauer Angabe des Mangels schriftlich geltend zu machen.
(3) Für die Mängelbeseitigung ist der Übersetzerin / Dolmetscherin eine angemessene Frist einzuräumen.
(4) Der Anspruch auf Nachbesserung erlischt, wenn die Mängelanzeige nicht innerhalb von 4 Wochen bei der Übersetzerin / Dolmetscherin eingegangen ist bzw. mit Begleichung der Vergütung.
(5) Mängel, die auf schlecht lesbare, fehlerhafte oder unvollständige Textvorlagen oder auf unzureichende Mitwirkung oder fehlerhafte oder falsche Vorgaben des Auftraggebers zurückzuführen sind, hat der Auftraggeber zu vertreten.
(6) Sind die erstellten Dokumente auch nach einer Nachbesserung für den vorgesehenen Verwendungszweck nachweislich nicht geeignet, hat der Auftraggeber das Recht auf Minderung oder Wandlung. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

8. Haftung
(1) Die Haftung der Übersetzerin / Dolmetscherin ist auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz beschränkt.
(2) Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit tritt nur bei Verletzung vertragswesentlicher Pflichten ein, sofern es sich nicht um einen Schaden an Leben, Körper oder Gesundheit handelt.
(3) Eine Rückgriffhaftung bei Schadensersatzansprüchen Dritter ist ausgeschlossen.
(4) Die Übersetzerin / Dolmetscherin haftet nicht für
a) Folgen höherer Gewalt oder unabwendbarer Naturereignisse,
b) Fehler, die durch unrichtige, unvollständige oder nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellte Informationen oder Unterlagen oder durch fehlerhafte oder unleserliche Ausgangstexte verursacht wurden,
c) Beschädigung bzw. Verlust der vom Auftraggeber übergebenen Materialien.
(5) Im Fall von Ansprüchen wegen einer Verletzung des Urheberrechts oder von anderen Ansprüchen Dritter im Zusammenhang mit einer Textdienstleistung wird die Übersetzerin / Dolmetscherin vom Auftraggeber im vollen Umfang freigestellt.
(6) Jegliche Haftung ist der Höhe nach auf den Wert des betreffenden Auftrags begrenzt.

9. Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht
(1) Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum der Übersetzerin. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Recht zur Nutzung der erstellten Texte.
(2) Die Übersetzerin behält sich ihr Urheberrecht vor.

10. Anwendbares Recht
(1) Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist der Sitz des Büros der Übersetzerin / Dolmetscherin.
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Auftragsbedingungen nichtig sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

Stand: Februar 2014